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Khaled Fayad ist Halles Falafel-König

Halle (Saale) –

Wer kennt sie nicht – die kleinen Bällchen aus pürierten Kichererbsen? Richtig, nicht nur bei Vegetariern sind die klassischen Falafel in aller Munde. Natürlich schmecken sie selbst gemacht am besten. Das weiß auch Khaled Fayad. Der Syrer kam vor zwei Jahren nach Deutschland und hat sich mit der Eröffnung seines ersten eigenen Imbiss’ einen Traum erfüllt.

In den Räumen am Weidenplan, in denen viele Jahre ein Friseur, später dann für wenige Monate eine Pasta-Bar ihr Domizil hatten, richtete der gelernte Koch aus Damaskus den inzwischen schon recht gut frequentierten Falafel-Laden ein.

„Ich hatte Glück und konnte einige der Einrichtungsgegenstände von meiner Vorgängerin übernehmen“, sagt der Familienvater, der mit Ehefrau und drei kleinen Kindern in Merseburg wohnt und täglich nach Halle pendelt, um in seinem Geschäft die Kunden zu bedienen. Übrigens – dank Deutschkurs in Merseburg spricht Khaled Fayad trotz seiner bisher relativ kurzen Aufenthaltsdauer in der Bundesrepublik sehr gut Deutsch.

Neue Falafel-Bar in Halle (Saale): Zur Mittagszeit wird es ziemlich voll

Zur Mittagszeit, manchmal auch schon früher, ist der Laden unweit von Oper und Universität ziemlich voll: Vor allem Studenten nutzen die Gelegenheit, mal nicht in einer beiden Mensen zu speisen, sondern arabische Spezialitäten – auch außer Haus – zu genießen.

Und ein Genuss sind seine Falafel auf jeden Fall. Denn Fayad formt die leckeren Kugeln, die anschließend in heißem Öl ausgebacken werden, nach einem Familienrezept noch per Hand – nichts da mit Fertigzeug und Co. Und das merken auch seine Kunden. Selbst die, die gar nicht ausdrücklich nach Falafel verlangen.

Neue Falafel-Bar in Halle (Saale): Syrische Gastfreundschaft gibt es gratis dazu

Denn auch wer lieber Pommes, Hühnchenspieße oder Salat bestellt, bekommt von Khaled Fayad ein Probestück auf die Hand, verbunden mit der obligatorischen Frage: „Und – schmeckt es Ihnen?“.

Dass man die typische arabische Gastfreundlichkeit auch in der kleinsten „Hütte“ zelebrieren kann, beweist Khaled Fayad mit einer freundlichen Geste: Den in arabischen Ländern obligatorischen heißen Tee zum Essen darf sich jeder Gast aus einer großen Kanne gleich neben dem Verkaufstresen selber „zapfen“ – kostenlos. Und ein sympathisches Lächeln vom Koch gibt es gratis dazu. (mz)

– Quelle: https://www.mz-web.de/29823154 ©2018